Ausbildungsdienst für Maschinisten

Einweisung in die Technik und Wiederauffrischung der Kenntnisse für Maschinisten...

Die verschiedenen Feuerwehrfahrzeuge sind nicht gleich aufgebaut und sie haben auch nicht die gleichen Geräte an Bord. Alle Fahrzeuge unterscheiden sich. Ein Löschgruppenfahrzeug hat viel Wasser und Ausrüstung für die Brandbekämpfung geladen; ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug hat nicht nur Material für die Brandbekämpfung an Bord, sondern es hat sehr viel mehr Gerät für die Technische Hilfeleistung an Bord wie ein Löschgruppenfahrzeug. Die Drehleiter hat kaum Material für die Technische Hilfeleistung, denn eine Drehleiter ist für einen anderen Einsatzzweck gebaut und bestückt. Dafür ist der Schwerpunkt des Fahrzeuges sehr hoch und damit die Kippgefahr bei Kurvenfahrt groß.

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Bei uns gilt die Regelung, dass ein Fahrer neben dem gültigen Führerschein auch eine gründliche Einweisung für das Fahrzeug nachweisen muss, bevor er das entsprechende Fahrzeug im Dienst oder Einsatz fahren kann. Einige kennen das vielleicht noch aus ihrer Bundeswehrzeit. An diesem Tag ging es um eine Wiederauffrischung der Kenntnisse. Wir müssen immer auf dem aktuellen Stand bleiben, wenn z B. neue Fahrzeuge in die Wehr kommen. Dafür melden sich die Maschinisten bei der Gerätewartung, die für die Einweisung zuständig ist, und stimmen einen Termin ab. Man darf nicht vergessen: alles freiwillig und ehrenamtlich!

Im Gerätehaus begann die Fortbildung im Führerhaus mit der allgemeinen Bedienung des Fahrzeuges und der Bedeutung der vielen Knöpfe, die das Führerhaus schon mal wie das Cockpit eines kleinen Flugzeuges aussehen lassen. Und jeder Knopf hat natürlich eine eigene Bedeutung. Danach begann die Fahrausbildung. Bewegung im Straßenverkehr. So ein Fahrzeug wiegt schon ein wenig mehr als ein normaler PKW und das Gewicht ist auch noch anders verteilt. Der Bremsweg, die Beschleunigung, das Kurvenverhalten und der Wendekreis sind anders als beim privaten PKW, mit dem wir beim Alarm zum Gerätehaus fahren. Hinzu kommt, dass das Verhalten der bei uns vorhandenen Großfahrzeuge stark unterschiedlich ist, weil die Gewichte anders verteilt sind. In einer Einsatzfahrt müssen die Fahrzeuge schnell bewegt und dabei sicher beherrscht werden. Denn wenn wir alarmiert werden, muss es schnell gehen! 

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Bei der Fahreinweisung lässt der Gerätewart den Maschinisten auch in Straßen hineinfahren, die nicht sehr breit sind. Ein bisschen Herausforderung muss sein. Zusätzlich wird dadurch geprüft, ob die Straßen für die Feuerwehrfahrzeuge frei sind. Leider ist dies oft nicht der Fall, weil Bewohner „nur mal kurz“ gerade dort parken, wo die Feuerwehr rangieren muss. Schilder wie z.B. „Feuerwehrzufahrt freihalten“ stehen nicht umsonst dort, wo sie aufgestellt wurden. Wie schon geschrieben: wenn wir zum Einsatz kommen, muss es schnell gehen! Ein Teil der Ausbildung findet auch am Wasser statt. Was im Gerätehaus theoretisch angesprochen wurde, wird hier praktisch geübt. Unser Gerätewart erklärt sehr ausführlich und fragt bei den Maschinisten Wissen ab, sodass er am Ende der Ausbildung ein sicheres Gefühl hat, dass der Maschinist im Einsatz das Fahrzeug mit der Pumpe und den Zusatzaggregaten beherrscht.

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Wie man an den Bildern sehen kann, werden heute auch die Pumpen elektronisch geregelt und überwacht. An einem Ausbildungstag für Maschinisten werden natürlich auch die Pumpen ein wenig gefordert. Zum Abschluss der Ausbildung werden auch die auf mehreren Fahrzeugen verbauten Teleskoplichtmasten ausgefahren und in verschiedene Stellungen gebracht. Mit ihnen wird im Ernstfall die Einsatzstelle ausgeleuchtet und damit ein sichereres Arbeiten ermöglicht.

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