Schwerer Verkehrsunfall auf einen Bahnübergang, mehrere verletzte Personen

Technische Hilfe
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Einsatzort Details

Preetz, Kührener Straße
Datum 23.10.2021
Alarmierungszeit 09:08 Uhr
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger und Sirene
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Stadt Preetz
Rettungsdienst
Feuerwehr Kühren
    Feuerwehr Kührsdorf
      Feuerwehr Schellhorn
        Polizei
        Bundespolizei
        Deutsche Bahn
        Fahrzeugaufgebot   KdoW  ELW  LF20  LF10  HLF20  GW-L2  TLF3000  MTF  DROHNE M300 RTK  OrgL  NEF  RTW  FuStW  BPol  DB Manager
        -Technische Hilfe-

        Einsatzbericht

        Das Übungsszenario: Ein Baufahrzeug der Bahn rammt ein Auto und wirft es auf die Seite. Ein Pritschenwagen, ein Stadtbus und ein Pkw fahren in die Unfallstelle. Die ersten Helfer erwartete ein schreckliches Bild.

        Am Bahnübergang Kührener Straße in Preetz ging am Sonnabendvormittag gar nichts mehr. Binnen Minuten hatte sich ein riesiges Aufgebot an Helfern aufgebaut: Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten.

        Auf den Bahnschienen hatte ein Baufahrzeug einen Pkw auf die Seite gelegt – eingeklemmte Menschen riefen um Hilfe. Einsatzleiter Tim Latendorf von der Preetzer Wehr musste die Lage analysieren und Schritt für Schritt abarbeiten.

        Aus einem verkeilten Pritschenwagen konnten sich die Verletzten nicht selbst befreien. Im aufgefahrenen Linienbus saßen schockierte Fahrgäste, die Autofahrerin des letzten Pkws wurde vermisst.

        Geübt wurde das Zusammenspiel der Feuerwehren und der Rettungsdienste, sagte der Preetzer Wehrführer Manfred Wenselowski, der sich mit der Kührener Wehr das Szenario ausgedacht hatte. Nach dem Notruf über 110 oder 112 hatte die Regionalleitstelle die Rettungskette ausgelöst. Michael Hiebert, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kiel: „Als erstes muss die Strecke gesperrt werden. Von der Deutschen Bundesbahn haben wir einen Notfallmanager vor Ort.“ Nur aufgrund der Bahnstreckensperrung war es möglich, einen derartigen Verkehrsunfall mit einem Schienenfahrzeug zu üben, sagte Wenselowski über die seltene Gelegenheit.

        Erstes Ziel für Einsatzleiter Tim Latendorf war es, die Einsatzfahrzeuge in der Kührener Straße so zu verteilen, dass sie auch wieder abrücken konnten. Die Feuerwehrleute aus Kühren und Kührsdorf übernahmen die Erstversorgung der sieben verletzten Fahrgäste im Bus, beruhigten die Verletzten und verteilen Decken. Um den umgekippten Pkw kümmerten sich die Preetzer Feuerwehrleute. Der Wagen wurde abgestützt, damit er nicht wieder umstürzen konnte.

        Alle zwei Jahre führt die Preetzer Feuerwehr Großübungen durch. Ein Übungsszenario mit einem Schienenfahrzeug gab es bisher nicht. Beteiligte Einheiten waren die Feuerwehren aus Preetz, Schellhorn, Kühren, Kührsdorf und Preetz Land. Dazu kamen Rettungsdienste vom DRK Kiel und ASB Plön. Der relativ große Kräfteeinsatz wurde komplettiert durch Landes- und Bundespolizeikräfte, die Notfallleitstelle der Deutschen Bundesbahn und eine private Suchhundestaffel. Insgesamt waren 60 Feuerwehrleute, 25 Rettungsdienstmitarbeiter und acht Polizeibeamte im Einsatz.

        „Es ist wichtig, so einen Arbeitsablauf mit anderen Leuten zu üben“, sagte Wenselowski. Ein Notarzt teilte die Verletzten in Kategorien, die Rotklassifizierten wurden als erstes gesichtet und in die Kliniken transportiert. „Dafür, dass wir noch nie miteinander gearbeitet haben, läuft das Hand in Hand“, fasste der Leiter der Rettungswache Preetz, Walter Lamp, zusammen.

        Dann wurde es laut: Die Schellhorner Wehr baute Notstromaggregate auf. Mit Schere und Spreizer wurden die beiden Menschen aus dem Pritschenwagen geschnitten. Praxisanleiter vom DRK und ASB liefen mit Klemmbrettern über die Unfallstelle und notierten die Abläufe. Suchhunde sollten die vermisste Person suchen, auch eine Drohne wurde angefordert. Polizeibeamte vom Unfalldienst nahmen das Geschehen auf, um es später zu rekonstruieren und gerichtsverwertbar darzustellen.

        Nach gut zwei Stunden hatten Feuerwehrleute und Sanitäter die meisten Probleme, die ihnen Manfred Weselowski gestellt hatte, zur Zufriedenheit gelöst. „Das Ganze hat ziemlich gut funktioniert“, beurteilte auch Tim Latendorf den Übungseinsatz.

        Text von KN-online:
        https://www.kn-online.de/Region/Ploen/Alarmuebung-in-Preetz-Grossaufgebot-fuer-Bahnunfall-mit-Stadtbus

        Vielen Dank an Klonkrieger321,  Einsatzfahrten Schleswig-Holstein und Einsatzfahrten-Neumünster für die Bereitstellung von Bild- und Tonmaterial.

        https://www.youtube.com/watch?v=PQqEjP8BMz8

        https://www.youtube.com/watch?v=xpvvDCFtwHw&t=479s

         

        sonstige Informationen

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